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Thomas Leurs

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Osteuropa-Enthusiast, Blogger, studierter Slawist. Viel-Leser. Mein Blog: http://literatur-osteuropa.blog.

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Neuerscheinungen Februar 2026 (Romane&Gedichte) Liebe Freunde Osteuropas! Heute stelle ich euch die neu erschienenen Romane & Gedichtbände aus und über Osteuropa vor. Es ist diesmal eine ganze Menge, und erfreulicherweise Vieles auf Deutsch.…

So, und hier stelle ich euch die Romane und Gedichtsbände aus und über #Osteuropa vor, die im Februar 2026 neu dazugekommen sind. Darunter aus der Ukraine, Polen, der Slowakei, Tschechien, Serbien, Russland und viele weitere....

literatur-osteuropa.blog/2026/03/08/n...

07.03.2026 23:29 — 👍 1    🔁 1    💬 0    📌 0

jener Zeit bietet — abseits offizieller Ideologie, dafür mit direkter, oft schonungsloser Nähe zu den Menschen und Befindlichkeiten der späten Sowjetära. 5/5

07.03.2026 06:32 — 👍 2    🔁 0    💬 0    📌 0

Für Menschen mit Interesse an Osteuropa ist Die Reise nach Petuschki wichtig, weil es ein typisches Beispiel der nicht-offiziellen sowjetischen Literatur ist und zugleich ein sehr persönliches, kulturell dichtes Porträt russischer Alltagswirklichkeit, Mentalität und Sprache 4/5

07.03.2026 06:32 — 👍 3    🔁 0    💬 1    📌 0

sich in assoziativen Bildern, schwarzem Humor, literarischen Anspielungen und bitteren Beobachtungen über das sowjetische Alltagsleben verliert. Es ist weniger eine klassische Handlung als eine bewusste Überhöhung des Scheiterns und der Suche nach Sinn in einer absurden Welt. 3/5

07.03.2026 06:32 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

in dem der Erzähler entlang der Eisenbahnstrecke von Moskau nach Petuschki von Bahnhof zu Bahnhof stolpert und dabei vorwiegend trinkt, halluziniert, Anekdoten erzählt und existenzielle Reflexionen anstellt. Formal ist das Buch ein innerer Monolog in Vers-und-Prosa-Form, der 2/5

07.03.2026 06:32 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0
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#365Tage - 365 Buchempfehlungen | Tag 66

„Die Reise nach Petuschki“ (russ. Москва — Петушки) von russischen Schriftsteller Wenedikt Jerofejew erschien 1973 im Exil (in der Sowjetunion zunächst nicht offiziell). Der Text ist ein poetisch-alkoholischer „Anti-Reisebericht“, 1/5

07.03.2026 06:32 — 👍 9    🔁 2    💬 1    📌 0
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Neuerscheinungen Februar 2026 (Sachbuch) Liebe Freunde Osteuropas! Der Februar ist vorbei und es ist Zeit, euch mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen, was so Neues im Bereich Osteuropa auf dem Buchmarkt los gewesen ist. Los geht es…

Ihr interessiert euch für Literatur, auch aus und über Osteuropa? Hier habe ich für euch die Neuerscheinungen im Bereich Sachbuch vom vergangenen Monat zusammengetragen. 🙂

literatur-osteuropa.blog/2026/03/06/n...

06.03.2026 07:40 — 👍 10    🔁 3    💬 1    📌 0

relevant, weil es eine der entscheidenden Umbruchphasen der russischen Geschichte literarisch verarbeitet und dabei gesellschaftliche, kulturelle und politische Konfliktlinien sichtbar macht, die das Verständnis der Region bis heute prägen. 4/4

06.03.2026 06:52 — 👍 4    🔁 0    💬 0    📌 0

wieder die Seiten wechselt. Scholochow verbindet persönliche Schicksale mit einem breiten Panorama der Kosakenwelt und zeichnet ein eindringliches Bild von Krieg, gesellschaftlichem Umbruch und moralischer Orientierungslosigkeit.
Für Menschen mit Interesse an Osteuropa ist das Werk besonders 3/4

06.03.2026 06:52 — 👍 4    🔁 0    💬 1    📌 0

Don-Kosaken Grigori Melechow und seines Umfelds vor und während des Ersten Weltkriegs, der Revolution von 1917 und des anschließenden Bürgerkriegs. Im Zentrum steht eine zutiefst zerrissene Figur, die zwischen verschiedenen politischen Lagern – Zarentreuen, Roten und Weißen - steht und immer 2/4

06.03.2026 06:52 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0
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#365Tage - 365 Buchempfehlungen | Tag 65

„Der stille Don“ ist ein zwischen 1928 und 1940 erschienener vierbändiger Roman des russisch-sowjetischen Schriftstellers Michail Scholochow, der als einer der bedeutendsten Autoren der Sowjetliteratur gilt. Der Roman erzählt die Geschichte des 1/4

06.03.2026 06:52 — 👍 7    🔁 1    💬 1    📌 0
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Neuerscheinungen Februar 2026 (Sachbuch) Liebe Freunde Osteuropas! Der Februar ist vorbei und es ist Zeit, euch mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen, was so Neues im Bereich Osteuropa auf dem Buchmarkt los gewesen ist. Los geht es…

Noch jemand wach? Die vollständige Liste aller wichtigen #Osteuropa-Neuerscheinungen von Februar 2026 (Sachbuch) sind jetzt auf meinem Blog zusammengefasst.

literatur-osteuropa.blog/2026/03/06/n...

05.03.2026 23:55 — 👍 4    🔁 0    💬 0    📌 0
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#Ukraine #HH0703
📣 Film und Diskussion
"Sie und der Krieg - Geschichten innerer Stärke"

📅 7. März 2026
⏰ 15:00
📌 Bucerius Law School Jungiusstr. 6 20355 #Hamburg Dammtor

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05.03.2026 14:43 — 👍 7    🔁 5    💬 1    📌 0

Dass sich Russentrolle (R) mit Absicht dumm stellen, triggert mich hart. Heute erst wieder:

R: (an Merz gerichtet) Hör auf Selenskyj zu unterstützen, dann ist der Krieg vorbei.
Ich: Du stehst also an der Seite der russischen Aggressoren.
R: Wann soll ich das gesagt haben?

05.03.2026 13:58 — 👍 7    🔁 0    💬 1    📌 0

analysiert und historisch eingeordnet. Für Menschen mit Interesse an Osteuropa ist das Buch relevant, weil es die politischen und ideologischen Grundlagen des heutigen russischen Systems kompakt erklärt und aktuelle Entwicklungen in einen größeren historischen Zusammenhang stellt. 4/4

05.03.2026 07:52 — 👍 0    🔁 0    💬 0    📌 0

formal weiter, sind jedoch in ihrer Wirkung begrenzt. Ideologisch erkennt Laqueur eine Mischung aus Nationalismus, konservativen Werten, orthodoxer Tradition und einer deutlichen Abgrenzung vom Westen. Auch die außenpolitische Rolle Russlands als selbstbewusste Großmacht wird 3/4

05.03.2026 07:52 — 👍 0    🔁 0    💬 1    📌 0

Russland. In seinem Buch beschreibt Laqueur das politische System unter Wladimir Putin als autoritäre Ordnung, die stark auf die Präsidialmacht zugeschnitten ist und sich auf Sicherheitseliten, loyale Eliten und staatliche Kontrolle stützt. Demokratische Strukturen bestehen 2/4

05.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0
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#365Tage - 365 Buchempfehlungen | Tag 64

Das Buch „Putinismus: Wohin treibt Russland?“ von Walter Laqueur erschien erstmals 2015. Laqueur war ein deutsch-amerikanischer Historiker und politischer Analyst mit Schwerpunkt auf europäischer Geschichte, Totalitarismus und 1/4

05.03.2026 07:52 — 👍 5    🔁 1    💬 1    📌 0

#365Tage - 365 Buchempfehlungen | Tag 63

04.03.2026 10:19 — 👍 4    🔁 0    💬 0    📌 0

Experiment, das mir neue Einblicke in die Geschichte der Hotzenfamilien und ihre Nachfahren gegeben hat – und wer sich auf den Dialekt und den lyrischen Schreibstil einlässt, wird mit einer einzigartigen, lebendigen Erzählung belohnt. 12/12

04.03.2026 07:52 — 👍 3    🔁 0    💬 1    📌 0

Geschichten und lebendigen Familienporträts hat, wird hier fündig. Auch wenn der Stil nicht für jeden leicht zugänglich ist, lohnt sich die Lektüre für Leser, die Stimmung, Authentizität und eine persönliche Perspektive schätzen. Für mich persönlich war es ein interessantes 11/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

Freunde der Lyrik könnte der Roman also seinen besonderen Reiz haben.
Alles in allem ist Mein innerer Schwarzwald ein Roman, der Geschichte, Familie und persönliche Rückblicke miteinander verbindet. Wer Interesse an weniger bekannten historischen Ereignissen, an regionalen 10/12

04.03.2026 07:52 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0

merkt dem Buch an, dass die Autorin auch Lyrikerin ist. Immer wieder sind Passagen in sehr verkürzten, abgehakten Sätzen geschrieben, bringen mehr die Stimmung wieder, als dass sie eine Handlung beschreiben. Das muss man mögen. Mein Fall ist es nicht unbedingt, aber für 9/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

einer Weile entwickelt sich aber eine interessante Geschichte, der ich mit Neugier gefolgt bin. Der Dialekt war anfangs etwas gewöhnungsbedürftig, aber er ist eigentlich immer verständlich und entwickelte mit der Zeit seinen Charme für mich.
Zum Schreibstil: Ich finde, man 8/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

fast vergessene Geschichte lebendig zu halten für die Nachwelt.
Ich muss zugeben, ich habe etwas gebraucht, um in den Roman reinzukommen. Liegt wohl daran, dass ich mit der Region Schwarzwald, sowie Rumänien und den Hotzenfamilien bislang keine Berührungspunkte hatte. Nach 7/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

sehr nach Schwäbisch klingt. Dafür hat sie sich Hilfe vom Regionalhistoriker und Autor Hubert Matt-Willmatt geholt, der aus Waldshut stammt, genau die Region der Hotzenfamilien. Das macht das Buch natürlich besonders wertvoll, wenn es einen Beitrag dazu liefern kann, eine 6/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

Roman auch in den 1970er Jahren und sie beschreibt ihre eigene Reise zurück in die alte Heimat vom Jahr 2023.
Die Autorin wollte den Roman so authentisch wie möglich schreiben. Viel wörtliche Rede ist in dem von den Hotzenfamilien typischen Dialekt geschrieben, der für mich 5/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

ihrer Familie nach Westdeutschland. So ist dieser Roman auch ein sehr persönliches Buch. Neben der historischen Komponente, in der sie die Geschichte der Mutter Malvinaa und ihrer Kinder erzählt (der Vater wird vor der Vertreibung festgenommen und erschossen), spielt der 4/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

von Österreich und Königin von Ungarn, gar nicht gefallen. Sie ließ die Familien gewaltsam ins Banat nach Temeswar bringen. Eine Reise von mehr als 1000 Kilometern.
Die Autorin selbst ist Nachfahrin dieser Menschen, wurde 1964 in Temeswar geboren und emigrierte 1981 mit 3/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

Es ist eine wahre Geschichte, die nur die wenigsten kennen dürften. Im Jahr 1755 lebten 27 Hotzenfamilien im Südschwarzwald. Freibauern, die sich gegen die Unterdrückung durch die Kirche und die Krone auflehnten. Das hat der damaligen Herrscherin Maria Theresia, Erzherzogin 2/12

04.03.2026 07:52 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0