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Miriam Breß

@milimutz.bsky.social

Historikerin. Promotion zur Praxis der NS-"Schutzhaft" in der Pfalz. Näheres: https://www.haus-des-erinnerns-mainz.de/index.php/projekte-ausstellungen/projekte/das-hde-im-gespraech-mit/miriam-bress/

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Lebenslinien – Die NS-Verfolgung von Juden und Sinti in der Pfalz – Haus des Erinnerns

"Lebenslinien - Die NS-Verfolgung von Juden und Sinti in der Pfalz"

📅 5.3., 18:00 Uhr
📍Haus des Erinnerns, Mainz

Näheres: www.haus-des-erinnerns-mainz.de/index.php/ve...

01.03.2026 14:53 — 👍 5    🔁 1    💬 0    📌 0
Fotografie von Ossietzky als 26-Jähriger im Jahr 1915. Er trägt das Haar gescheitelt, einen Anzug und Krawatte. Er blickt ernst in die Kamera. Nachweis von wiki commons folgt.

Fotografie von Ossietzky als 26-Jähriger im Jahr 1915. Er trägt das Haar gescheitelt, einen Anzug und Krawatte. Er blickt ernst in die Kamera. Nachweis von wiki commons folgt.

Am 28. Februar 1933 wurde Carl von Ossietzky von der Gestapo verhaftet, gefoltert und im Gefängnis Spandau interniert.

"Was er an bösen und häßlichen Instinkten hervorgerufen hat, wird nicht so leicht verwehen und für lange Jahre noch das gesamte öffentliche Leben in Deutschland verpesten. [...]" 🧵

28.02.2026 06:29 — 👍 124    🔁 50    💬 2    📌 1
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Vor einigen Jahren war es noch kompliziert, über das deutsche Bundesarchiv NSDAP-Mitgliedschaften abzufragen. Nun haben die National Archives in den USA anscheinend die gesamte Zentralkartei ins Netz gestellt. Jedenfalls ein sehr tolles Tool für Mikrogeschichte. catalog.archives.gov/id/12044361

24.02.2026 11:08 — 👍 267    🔁 106    💬 10    📌 12
Screenshot von "Kufiyas in Buchenwald": "Gedenkwochenende zum 81. Jahrestag der Selbstbefreiung Buchenwalds"

Screenshot von "Kufiyas in Buchenwald": "Gedenkwochenende zum 81. Jahrestag der Selbstbefreiung Buchenwalds"

Es ist bezeichnend, dass die Kampagne gegen die Gedenkstätte #Buchenwald sich am eindimensionalen Topos der "Selbstbefreiung" orientiert, der nach 1945 zum Gründungsmythos der DDR werden sollte. Ein Thread über unterkomplexe Geschichtsbilder und schematisches Freund-Feind-Denken. 1/x ⬇️

24.02.2026 10:01 — 👍 83    🔁 42    💬 4    📌 5
Flyer (mehrfarbig) 
Text: Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert. 
Einladung zur Ausstellung im Haus des Erinnerns.

Flyer (mehrfarbig) Text: Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert. Einladung zur Ausstellung im Haus des Erinnerns.

Flyer (mehrfarbig) 
Text: Herzliche Einladung zur Ausstellung "Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet - ausgegrenzt - stigmatisiert". 
Im Sommersemester 2025 beschäftigten sich Studierende des Historischen Seminars der JGU Mainz in einem vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz geförderten Projekt mit der Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Ergebnisse ihrer Forschungen kennenzulernen.

Flyer (mehrfarbig) Text: Herzliche Einladung zur Ausstellung "Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet - ausgegrenzt - stigmatisiert". Im Sommersemester 2025 beschäftigten sich Studierende des Historischen Seminars der JGU Mainz in einem vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz geförderten Projekt mit der Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Ergebnisse ihrer Forschungen kennenzulernen.

Ausstellungseröffnung "Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert"

📆 25.2.2026 18:30 Uhr
📍Haus des Erinnerns, Mainz

Anmeldung per E-Mail erbeten an: kontakt@hde-mainz.de

Die Ausstellung ist vom 25.2.-17.3. im Haus des Erinnerns zu sehen.

20.02.2026 09:10 — 👍 30    🔁 14    💬 1    📌 0

Mittels der Schutzhaft wurden weiterhin z.B. auch Arbeitsplätze für Nationalsozialisten geschaffen, die kommunale Fürsorge entlastet und das Bild von „unwürdigen“ Armen verbreitet. Auch befanden sich z.B. eine Reihe von Nationalsozialisten aufgrund parteiinterner Konflikte in Schutzhaft. 53/X

23.02.2026 18:11 — 👍 3    🔁 0    💬 0    📌 0

Mit der Schutzhaft wurden 1933/34 u.a. die Parteien der Arbeiterbewegung + des pol. Katholizismus zerschlagen, die Gewerkschaften ausgeschaltet, Jüd:innen als aus der „Volksgemeinschaft“ ausgeschlossen erklärt und jegliche der NSDAP nicht genehme Äußerungen und Verhaltensweisen sanktioniert. 52/X

23.02.2026 18:11 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0
Das (frühe) Konzentrationslager Neustadt Startseite mPublish Neustadt und Nationalsozialismus

Allein zwischen 9./10.3. u. Anfang April 1933 wurden in der Pfalz 1.100-1.200 Menschen in Schutzhaft genommen. Sie wurden in Polizeigewahrsam, in Justizgefängnisse und in das frühe Konzentrationslager Neustadt verschleppt.
Zum Lager: neustadt-und-nationalsozialismus.uni-mainz.de/lexikon/konz... 51/X

23.02.2026 17:40 — 👍 3    🔁 0    💬 1    📌 0

Z.B. hielten sich NSDAP-Kreisleiter für befugt, Inschutzhaftnahmen anzuordnen. SS- + SA-Männer sahen sich als Hilfspolizisten und führten Inschutzhaftnahmen allein oder gemeinsam mit d. Polizei durch. Gauleiter Bürckel inszenierte sich als Pfalzkommissar (offiziell später: Schwitzgebel). 50/X

23.02.2026 17:33 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0

Noch in der Nacht vom 9./10.3.33 wies Wagner (Beauftragter im bay. Innenministerium), an, „kommunistische Funktionäre“ + „Reichsbannerführer“ in Schutzhaft zu nehmen. Die pfälz. NSDAP hatte diesen Tag der Machtübernahme lange herbeigesehnt. Sie waren daher direkt bereit, zu handeln. 49/X

23.02.2026 17:33 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

Im Folgenden wurde in einem Wechselspiel zwischen den neuen Machthabern in München und pfälz. Nationalsozialisten auch in der Pfalz schrittweise eine Hilfspolizei aus SA, SS +Stahlhelm u. eine Parallelstruktur zur ordentlichen Verwaltung (u.a. Pfalzkommissar + Bezirkskommissare) geschaffen. 48/X

23.02.2026 17:17 — 👍 0    🔁 0    💬 1    📌 0

Am 9./10.3.33 initiierten Nationalsozialisten in Bayern Unruhen, um Frick eine Handhabe zur Einsetzung eines Reichskommissars gemäß VO 28.2.33 zu geben. Als solcher wurde Epp eingesetzt, der u.a. Beauftragte in den Ministerien einsetze. Die reguläre Regierung wurde schrittw. aus dem Amt gedrängt.

23.02.2026 17:17 — 👍 0    🔁 0    💬 1    📌 0

Die Länder, in denen die NSDAP nicht auf das Innenressort zugreifen konnte, wurden mittels der Verordnung vom 28. Februar 1933 „gleichgeschaltet“. Dazu gehörte auch Bayern, wo eine Koalitionsregierung aus Bayerischer Volkspartei (BVP) und DNVP (geschäftsführend) im Amt war. 46/X

23.02.2026 14:39 — 👍 4    🔁 0    💬 1    📌 0

In Preußen, dem flächendeckend größten Land, galt zudem die Polizei seit dem Staatsstreich Papens im Sommer 1932 als „gleichgeschaltet“. Seit dem 30.1.1933 fungierte hier Göring als Reichskommissar für das preußische Innenministerium. Ein Amt, das es seit dem Staatsstreich Papens gab. 45/X

23.02.2026 14:36 — 👍 3    🔁 0    💬 1    📌 0

§ 2 und 3 der VO 28.2.1933 ermöglichten die „Gleichschaltung” der Länder. Dabei darf jedoch nicht vergessen werden: In einer Reihe von Ländern waren bereits schon vor Feb. 1933 von der NSDAP dominierte Regierungen an der Macht, und die NSDAP hatte Zugriff auf das Innenressort bzw. die Polizei. 44/X

23.02.2026 14:36 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

Die Formulierung des § 1 war identisch mit einer im Jahr 1919 ausgearbeiteten Musterverordnung, die das Verfahren zur Ausrufung des Ausnahmezustands und zur vorübergehenden Aussetzung von Grundrechten regeln sollte.
Siehe hierzu insbesondere: www.ifz-muenchen.de/heftarchiv/2... 43/X

23.02.2026 14:27 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0

Mit der VO wurde über das gesamte Dt. Reich ein ziviler Ausnahmezustand verhängt. Mit § 1 der VO wurden eine Reihe von Grundrechten „bis auf weiteres“ aufgehoben, darunter die Freiheit der Person. Dadurch wurde die Anwendung der sog. „Schutzhaft“, also der Haft im Ausnahmezustand, möglich. 42/X

23.02.2026 14:22 — 👍 4    🔁 0    💬 1    📌 0

Am 28.2.1933 - nur 4 Wochen nach Einsetzung des Kabinetts Hitler - trat die „Verordnung zum Schutz von Volk und Staat“ („Reichstagsbrandverordnung“) in Kraft. Sie wurde auf Grundlage von Art. 48 Weimarer Reichsverfassung erlassen und von Hindenburg, Hitler, Frick + Gürtner unterzeichnet. 41/X

23.02.2026 14:20 — 👍 5    🔁 1    💬 1    📌 0
Lebenslinien – Die NS-Verfolgung von Juden und Sinti in der Pfalz – Haus des Erinnerns

Am 5.3., 18:00 Uhr findet im HdE die Veranstaltung "Lebenslinien – Die NS-Verfolgung von Juden und Sinti in der Pfalz" statt. Näheres hierzu: www.haus-des-erinnerns-mainz.de/index.php/ve...

20.02.2026 09:18 — 👍 8    🔁 3    💬 0    📌 0
Audio-Feature zur Ausstellung "Ermordet. Ausgrenzt. Stigmatisiert. Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz" - regionalgeschichte.net

Näheres zum Projekt: www.regionalgeschichte.net/index.php?id...

20.02.2026 09:10 — 👍 5    🔁 2    💬 1    📌 0
Flyer (mehrfarbig) 
Text: Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert. 
Einladung zur Ausstellung im Haus des Erinnerns.

Flyer (mehrfarbig) Text: Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert. Einladung zur Ausstellung im Haus des Erinnerns.

Flyer (mehrfarbig) 
Text: Herzliche Einladung zur Ausstellung "Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet - ausgegrenzt - stigmatisiert". 
Im Sommersemester 2025 beschäftigten sich Studierende des Historischen Seminars der JGU Mainz in einem vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz geförderten Projekt mit der Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Ergebnisse ihrer Forschungen kennenzulernen.

Flyer (mehrfarbig) Text: Herzliche Einladung zur Ausstellung "Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet - ausgegrenzt - stigmatisiert". Im Sommersemester 2025 beschäftigten sich Studierende des Historischen Seminars der JGU Mainz in einem vom Ministerium für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz geförderten Projekt mit der Geschichte von Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Die Ausstellung lädt dazu ein, die Ergebnisse ihrer Forschungen kennenzulernen.

Ausstellungseröffnung "Sinti und Roma in Rheinland-Pfalz. Ermordet, ausgegrenzt, stigmatisiert"

📆 25.2.2026 18:30 Uhr
📍Haus des Erinnerns, Mainz

Anmeldung per E-Mail erbeten an: kontakt@hde-mainz.de

Die Ausstellung ist vom 25.2.-17.3. im Haus des Erinnerns zu sehen.

20.02.2026 09:10 — 👍 30    🔁 14    💬 1    📌 0

Ich bin weiterhin auf Jobsuche.
Bisher habe ich v.a. zur NS-Zeit und zur Erinnerungskultur in Rheinland-Pfalz gearbeitet. Promoviert habe ich über die Praxis der "Schutzhaft" 1933/34.
Meldet euch gerne, wenn ihr etwas wisst.
Das wäre super.
Danke.

20.02.2026 07:48 — 👍 14    🔁 8    💬 0    📌 0

Es geht insbesondere auch um regionale Bezüge. Schaut euch gerne das Kurzvideo des Landesverbands an und kommt zur Veranstaltung.

17.02.2026 12:46 — 👍 3    🔁 3    💬 0    📌 0

Es geht insbesondere auch um regionale Bezüge. Schaut euch gerne das Kurzvideo des Landesverbands an und kommt zur Veranstaltung.

17.02.2026 12:46 — 👍 3    🔁 3    💬 0    📌 0

3. Pol. Machthabende waren zugleich selbst bereit, d. Ausnahmezustand zur Errichtung eines autoritären Staates zu nutzen. Auch wurde im Juli 32 auf den A.-Zustand zurückgegriffen, um die preuß. Regierung zu stürzen. Hauptverantwortlich dafür war Papen, der später Vizekanzler unter Hitler wurde. 40/X

17.02.2026 10:52 — 👍 4    🔁 0    💬 1    📌 0
„Gautag“ der pfälzischen NSDAP 1932 Startseite mPublish Neustadt und Nationalsozialismus

All dies war auch in der pfälzischen NSDAP verbreitet. Am deutlichsten wird dies rund um den Gautag der pfälzischen NSDAP in Neustadt 1932. Dazu erscheint (hoffentlich) bald ein Aufsatz im Online-Journal des IGL. Vorerst daher: neustadt-und-nationalsozialismus.uni-mainz.de/lexikon/gaut... 29/X

17.02.2026 10:43 — 👍 4    🔁 0    💬 1    📌 0

2. Innerhalb der NSDAP gab es Pläne, die Weimarer Republik mittels eines Ausnahmezustands zu beseitigen. Dies war u.a. mit der Propagandalüge der „roten Mordpest”, mit der Forderung nach Massenverhaftungen sowie der Aufstellung der SA/SS als Hilfspolizei verbunden. 28/X

17.02.2026 10:43 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0

1. Seit dem Kaiserreich gab es im völkischen Milieu (u.a. Alldt. Verband) Überlegungen, mithilfe eines wie auch immer gearteten Ausnahmezustands eine Diktatur zu errichten + erkämpfte Rechte u.a. der Arbeiterbewegung, von Jüdinnen und Juden, des pol. Katholizismus + von Frauen, zurückzunehmen. 27/X

17.02.2026 10:33 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0

Auch die Diktaturpläne der Völkischen im Kaiserreich und der NSDAP in der Weimarer Republik sind nur unzureichend erforscht. Wie bauten sie aufeinander auf? Wie waren sie verbreitet? Wie waren sie in der Region verankert? Zu all dem wissen wir bis heute nur wenig, daher nur drei Punkte: 26/X

17.02.2026 10:31 — 👍 3    🔁 0    💬 1    📌 0
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Buchvorstellung – Zwei Welten Bildungs- und Informationsveranstaltung Rassistische Denk- und Forschungsstrukturen wirkten auch lange nach dem Ende des Nationalsozialismus fort, insbesonde

Am 19.2. 19:00 Uhr wird in #Landau das Buch „Zwei Welten. Sinti und Roma – Schritte zur Anerkennung als NS-Verfolgte und antiziganistische Kontinuität“ vorgestellt.
Veranstalter ist der Landesverband Dt. Sinti und Roma RLP.
Näheres: www.vdsr-rlp.de/termin/buchv...

17.02.2026 08:13 — 👍 3    🔁 1    💬 0    📌 1