Jasper Prigge 🏳️‍🌈

Jasper Prigge 🏳️‍🌈

@jasperprigge.bsky.social

⚖️ Anwalt | Medienrecht | Presse-/Äußerungsrecht 📰 Schutz von Meinungsfreiheit & Persönlichkeitsrechten 🔎 Juristische Einordnung aktueller Debatten

1,491 Followers 63 Following 87 Posts Joined Oct 2023
2 days ago

Wenn es denn eine Beleidigung wäre. Ist es aber nicht. Eins Staat ist nicht beleidigungsfähig. Er muss aber Meinungsfreiheit garantieren.

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3 days ago
Meme mit Pooh dem Bären
normales Outfit: Deutschland verrecke
im Anzug: Deutschland wir weben dein Leichentuch
mit Anzug und Monokel: 1 BVR 581/00
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3 days ago

Stattdessen nutzt Weimer genau dieses verfassungsrechtlich geschützte Kunstzitat, um seinen Eingriff in die Kunstfreiheit zu rechtfertigen. Das ist nicht nur juristisch fragwürdig, sondern führt vor Augen, wie es um die (fehlende) Eignung für das Amt des Kulturstaatsministers bestellt ist.

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3 days ago

Heine schrieb in den Schlesischen Webern: „Deutschland, wir weben dein Leichentuch." Klang damals auch nach Aufruhr. Ist aber Kunst. Ein Kulturstaatsminister sollte das wissen.

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3 days ago

Und jetzt wird es richtig peinlich für den Kulturstaatsminister: Genau dieser Song war Gegenstand der Leitentscheidung des Bundesverfassungsgerichts zur Kunstfreiheit. Das Gericht entschied: Es ist radikale Gesellschaftskritik – vergleichbar mit Heinrich Heine. Und durch die Kunstfreiheit geschützt.

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3 days ago

Das Zitat steht auf der Markise des „Golden Shop" in Bremen. Weimer: Eine Haltung dahinter könne nicht preiswürdig sein. Kleines Problem: Es ist Kunst. Ein Zitat aus dem ikonischen Punk-Song „Deutschland muss sterben" von Slime.

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3 days ago

„Deutschland verrecke." Mit diesem Zitat begründet Kulturstaatsminister Weimer den Ausschluss einer Bremer Buchhandlung vom Deutschen Buchhandlungspreis. Eine Begründung, die eine gewaltige Wissenslücke offenbart.

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4 days ago
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Bundesbeauftragter für Kultur und Medien (BKM) hat Buchhandlungen belogen Berlin, Bremen, Göttingen, den 11.03.2026

Wir prüfen jetzt zusätzlich eine Dienstaufsichtsbeschwerde. Eine derartige Lüge ist feige und eines Bundesbeauftragten für Kultur und Medien nicht würdig. Unsere Pressemitteilung zu der neuen Entwicklung: www.prigge-recht.de/pressemittei... (6/6)

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4 days ago

Seit gestern sind die Klagen gegen den BKM und das Bundesamt für Verfassungsschutz vor den Verwaltungsgerichten Berlin und Köln anhängig. Wir wollen feststellen lassen, dass die Datenübermittlungen zwischen dem BKM und dem Verfassungsschutz rechtswidrig waren. (5/6)

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4 days ago

Es kommt noch dicker: Zwei der drei Buchhandlungen – Golden Shop in Bremen und Rote Straße in Göttingen – waren sogar für den Sonderpreis als „besonders herausragende Buchhandlungen“ vorgesehen. Statt 7.000 hätten sie 15.000 Euro erhalten. (4/6)

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4 days ago

Die Jury hat am Sonntag klargestellt: Sie hatte alle drei Buchhandlungen als Preisträgerinnen vorgesehen. Der Ausschluss kam allein vom Kulturstaatsminister. Die Buchhandlungen sollten das offensichtlich nie erfahren. (3/6)

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4 days ago

„Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass Sie von der unabhängigen Jury nicht für eine Auszeichnung ausgewählt wurden.“ – So schrieb das Kulturstaatsministerium im Februar an die drei Buchhandlungen. Persönlich, bedauernd, respektvoll. Und gelogen. (2/6)

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4 days ago

Die Affäre um den Deutschen Buchhandlungspreis geht weiter: Der Beauftragte für Kultur und Medien (BKM) hat die drei ausgeschlossenen Buchhandlungen belogen. In einer E-Mail vom Februar teilte der BKM ihnen mit, die Jury hätte sich nicht für sie entschieden. Das war unwahr. (1/6)

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5 days ago
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Stellungnahme der Jury zum Buchhandlungspreis-Ausschluss Die Jury des Deutschen Buchhandlungspreises distanziert sich vom Ausschluss der drei Buchhandlungen, der außerhalb ihres Einflussbereichs lag. Buchhandlungen sollten als "Orte der Meinungsbildung und…

Die Jury bringt es selbst auf den Punkt: Buchhandlungen sind Orte der Meinungsbildung und der gelebten Meinungsfreiheit. Dass ausgerechnet ein Kulturpreis zum Schauplatz intransparenter Geheimdienstbewertungen wird, widerspricht allem, wofür dieser Preis steht.

www.boersenblatt.net/news/stellun...

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5 days ago

Noch bemerkenswerter: Die Jury hat bewusst keine Nachnominierungen vorgenommen. Stattdessen lässt sie drei Plätze sichtbar leer. Eine stille, aber unmissverständliche Geste.

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5 days ago

Jetzt ist es offiziell: Die Jury des Deutschen Buchhandlungspreises stellt sich hinter alle 118 nominierten Buchhandlungen – und distanziert sich ausdrücklich vom Haber-Verfahren.

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6 days ago

Wir klagen gemeinsam mit Lea Voigt, Sven Adam, unserer Kollegin Sophie Hartmann – unterstützt vom GegenRechtsSchutz. Auf Vergabe des Preises, auf vollständige Auskunft und auf gerichtliche Überprüfung des Haber-Verfahrens. Kulturförderung darf kein Instrument verdeckter staatlicher Kontrolle sein.

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6 days ago

Es ist denkbar, dass bloße Kritik an der Regierung für den Ausschluss genügte. Wir wissen es nicht – weil niemand es uns sagt. Der Spielraum des Verfassungsschutzes ist weit. Und genau das ist das Problem: Wo Entscheidungen auf geheimen Einschätzungen beruhen, fehlt jede demokratische Kontrolle.

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6 days ago

In der Rechtswissenschaft nennt man das einen Chilling Effect – die schleichende Selbstzensur, die entsteht, wenn Menschen ihre Grundrechte nicht mehr frei ausüben, weil sie Nachteile fürchten. Es reicht schon die Möglichkeit, dass so etwas passiert. Und genau diese Möglichkeit ist jetzt Realität

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6 days ago

Und zwar nicht nur an die drei betroffenen Buchhandlungen – sondern an jede Buchhandlung, jeden Verlag, jede Kultureinrichtung in diesem Land: Pass auf, was du ins Schaufenster stellst. Überleg dir, wen du einlädst. Halt dich zurück, wenn du Fördergelder beantragst.

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6 days ago

Buchhandlungen sind Orte der Literatur, der Debatte, der politischen Auseinandersetzung. Sortiment, Veranstaltungen, ihre bloße Existenz sind Ausdruck von Presse- und Meinungsfreiheit. Wenn der Staat solche Orte ohne Grundlage von Auszeichnungen ausschließt, sendet das eine Botschaft.

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6 days ago

Es geht um das sogenannte Haber-Verfahren: Die Politik fragt vor Förder- oder Preisentscheidungen beim Verfassungsschutz an. Was dabei herauskommt, ist geheim. Die Betroffenen erfahren nicht, was ihnen vorgeworfen wird. Keine Begründung, kein Widerspruch, keine Kontrolle.

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6 days ago

Die Betroffenen wissen bis heute nicht, was ihnen vorgeworfen wird. Wir vertreten eine der drei Buchhandlungen – und klagen. Denn dieser Fall geht weit über unsere Mandantin hinaus. Auch andere Formen staatlicher Finanzierung, z.B. in Bezug auf Jugendverbände oder Demokratieprojekte, sind betroffen.

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6 days ago

Drei Buchhandlungen werden von einer unabhängigen Fachjury für den Deutschen Buchhandlungspreis nominiert. Dann greift Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ein und streicht sie von der Liste. Die Begründung: geheime Erkenntnisse des Verfassungsschutzes. Eine Einordnung 👇

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1 week ago
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Welche Grenzen sind der Behörden-PR in sozialen Netzwerken zu setzen? Öffentlichkeitsarbeit bei der Polizei und Co.: Welche Grenzen sind der Behörden-PR in sozialen Netzwerken gesetzt?

Garzweiler ist kein Einzelfall. In meinem Hintergrundartikel zeige ich weitere Beispiele fragwürdiger Behördenkommunikation in sozialen Netzwerken – und ordne ein, wo die rechtlichen Grenzen liegen. 👇

www.prigge-recht.de/welche-grenz...

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1 week ago

Die Polizeipräsenz in sozialen Netzwerken ist seit Garzweiler nochmals massiv gewachsen. Die rechtliche und politische Reflexion dazu leider nur wenig.

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1 week ago

Noch grundsätzlicher: Die Polizei ist keine privilegierte Quelle. Erst recht nicht, wenn sie selbst Teil der Auseinandersetzung ist. Wer eigene Reichweite aufbaut, prägt das Narrativ über sich selbst – und umgeht echte journalistische Einordnung.

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1 week ago

Und hier liegt das strukturelle Problem: Polizeilichen Äußerungen wird aufgrund der ihrer Autorität erhöhte Glaubwürdigkeit beigemessen. Trifft diese Autorität in der Geschwindigkeit von Social Media auf ungeprüfte Informationen, ist das keine Kommunikationspanne, sondern ein Grundrechtsproblem.

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1 week ago

Da war die Erzählung aber längst in der Welt. Die Polizei ist auf Instagram, TikTok & X präsent wie keine andere Behörde. Das ist nicht per se falsch. Aber als Hoheitsträger mit Zwangsbefugnissen ist sie dem Sachlichkeitsgebot verpflichtet. Ihre Kommunikation muss auf gesicherten Tatsachen beruhen.

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1 week ago

Das Problem: Die Zahlen waren übertrieben. Der @djv.de sah sich veranlasst, öffentlich klarzustellen, dass sie um ein Vielfaches „frisiert“ wurden. Der Polizeipräsident räumte später ein, dass einige Beamte ohne Fremdverschulden gestürzt seien – also keineswegs durch Aktivist:innen verletzt wurden.

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