@thomasheichele.bsky.social
📍Allgäu / Augsburg Philosoph an der schönsten Uni der Welt! Schwerpunkte in der Philosophie: Wissenschaftstheorie, Wissenschaftsgeschichte, Technikphilosophie, Anthropologie, Logik ...
Dort steht was bitte?!
02.03.2026 15:55 — 👍 136 🔁 22 💬 16 📌 10NB: Ich bezweifle nicht, dass das eine sehr unangenehme Situation ist. Aber es entbehrt (gerade auch vor dem Hintergrund einer erhofften Hilfe aus / von Deutschland) nicht einer gewissen Ironie mit Blick auf das, was sie stets für Dubai im Kontrast zu Deutschland propagiert haben.
02.03.2026 16:16 — 👍 6 🔁 0 💬 0 📌 0Ich kann das Jammern der migrierten Lifestyle-Crypto-Network-Dubai-Influencer, von dem nun zu hören ist, nicht selber lesen, weil ich diese armseligen Kasper soweit es nur irgendwie geht alle blockiert habe.
02.03.2026 15:52 — 👍 20 🔁 1 💬 2 📌 0Für den hier präsentierten Umstand gibt es auch ein lateinisches Schlagwort – „ex contradictione sequitur quodlibet“ („aus einem Widerspruch folgt Beliebiges“).
02.03.2026 14:20 — 👍 6 🔁 0 💬 0 📌 0
dass der Mond aus grünem Käse besteht, aber es gilt generell: Aus einem beliebigen Widerspruch lässt sich jede beliebige Aussage ableiten. Und eine solche Willkür ist weder rational akzeptabel noch praktisch wünschenswert.
NB:
dass mindestens eine der beiden Aussagen „p“ und „q“ wahr ist, und da „p“ nicht wahr ist, ist also „q“ wahr. Das wiederum bedeutet, dass aus (4) in Verbindung mit (3) folgende Aussage folgt:
(5) Der Mond besteht aus grünem Käse.
Hier wurde gezeigt, wie aus einem Widerspruch folgt,
(4) Berlin ist die Hauptstand Deutschlands oder der Mond besteht aus grünem Käse.
Nun gilt in der Logik aber auch eine basale Schlussregel, die „disjunktiver Syllogismus“ heißt: Aus „p oder q“ und „nicht p“ folgt „q“. Das „oder“ legt fest,
dass mindestens eine der beiden Aussagen wahr ist. Da „p“ wahr ist, ist es völlig egal, ob „q“ wahr oder falsch ist – die Aussage „p oder q“ ist ebenfalls immer wahr. Das alles führt dazu, dass aus (2) z.B. folgende Aussage logisch folgt:
02.03.2026 14:19 — 👍 4 🔁 0 💬 1 📌 0die sogenannte Disjunktionseinführung: Wann immer man eine Aussage „p“ hat, darf man sie durch ein (inklusives) „oder“ mit einer beliebigen Aussage „q“ verknüpfen. Das bedeutet: Wenn eine Aussage „p“ wahr ist, kann man daraus die komplexere Aussage „p oder q“ machen – denn das „oder“ zeigt an,
02.03.2026 14:18 — 👍 5 🔁 0 💬 1 📌 0
und nicht Hauptstadt Deutschlands ist.
(1) ist eine Konjunktion von zwei Teilaussagen, und deshalb folgen aus (1) die beiden folgenden Teilaussagen:
(2) Berlin ist die Hauptstand Deutschlands.
(3) Es ist nicht der Fall, dass Berlin die Hauptstadt Deutschlands ist.
Die Gesetze der Logik erlauben
Versteht man z.B. „Hauptstadt“ im ersten Aussageteil als „Hauptstadt im politischen Sinn“ und im zweiten Aussageteil als „Hauptstadt im Sinne der Finanzwelt“, besteht kein Widerspruch.
Gehen wir fortan davon aus, dass (1) besagt, dass Berlin in derselben Hinsicht Hauptstadt
folgende widersprüchliche Aussage:
(1) Berlin ist die Hauptstand Deutschlands und es ist nicht der Fall, dass Berlin die Hauptstadt Deutschlands ist.
Hier ist es wichtig zu betonen, dass ein Widerspruch nur dann vorliegt, wenn nicht verschiedene Hinsichten gegeben sind:
Philosophischer Servicepost:
Warum Widersprüche ein Problem sind
Es ist aus mehreren Gründen problematisch, wenn man Widersprüche akzeptiert bzw. etwas Widersprüchliches sagt. Ein entscheidender Punkt: Aus der Annahme von Widersprüchen folgt Beliebiges!
Blicken wir als Beispiel auf
Das Abschreckungspotential konventioneller Waffensysteme der USA und die Möglichkeit der Unterstützung Verbündeter könnte bald massiv leiden.
“It took years and billions of dollars for the U.S. Defense Department to stockpile these munitions. It now risks depleting them in a matter of weeks.”
Das ist doch etwas für @fussballinguist.bsky.social.
01.03.2026 17:47 — 👍 1 🔁 0 💬 0 📌 0
Band auf 700 Seiten einen überaus instruktiven Zugang zu der breiten Thematik der „Gottesbeweise“.
Dazu gehören u.a. eine detaillierte Rekonstruktion verschiedener „Gottesbeweise“ aus der Philosophiegeschichte und eine systematische Diskussion ihrer intellektuellen Kraft.
diesem Zuge rückten auch die kosmologischen und teleologischen „Gottesbeweise“ wieder stärker ins Licht und die Debatte um „Gottesbeweise“ hat heute erneut einen festen Platz in der Philosophie – konkret v.a. in der Metaphysik und in der Religionsphilosophie.
Bromand und Kreis bieten in ihrem
wobei der technisch anspruchsvollste und in den Augen vieler überzeugendste „Gottesbeweis“ von Kurt Gödel (1906-1978), dem vielleicht größten Logiker der Geschichte, stammt. Seine Variante des ontologischen „Gottesbeweises“ ist bis heute Gegenstand unzähliger Diskussionen über dessen Güte.
In
Anfang der Gegenwart das Interesse an „Gottesbeweisen“ stark zurückging, erlebt die Auseinandersetzung mit ihnen seit der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts durch die Anwendung fortgeschrittener logischer Methoden ein bedeutendes Comeback.
Die Fortschritte betreffen insbesondere die Modallogik,
3. „Teleologische Gottesbeweise“ blicken auf Ziele und Zwecke.
Während teleologische und kosmologische „Gottesbeweise“ seit der Antike behandelt werden, gesellen sich ontologische „Gottesbeweise“ v.a. seit dem Mittelalter zu der Debatte um Gottes Existenz hinzu.
Nachdem Ende der Neuzeit und
Gottes Existenz sprechen).
Eine übliche Kategorisierung unterteilt die „Gottesbeweise“ in drei große Gruppen:
1. „Ontologische Gottesbeweise“ werden a priori mit rein logisch-begrifflichen Argumenten geführt.
2. „Kosmologische Gottesbeweise“ arbeiten mit Überlegungen zu Ursachen und Wirkungen.
Prämissenmengen als auch an dem Gehalt der jeweiligen Konklusionen, die für gewöhnlich etwas wesentlich Schwächeres als die Existenz eines klassisch-monotheistischen Gottes (weswegen selbst diejenigen, die „Gottesbeweise“ augenscheinlich akzeptieren, eher von „rationalen Indikationen“ für
01.03.2026 15:50 — 👍 3 🔁 0 💬 1 📌 0
Umstand, dass es keine Beweise für die Nichtexistenz Gottes gibt). Das gilt nicht nur für Atheisten und Agnostiker, sondern auch für Theisten.
Während die logische Gültigkeit vieler (aber nicht aller) klassischer „Gottesbeweise“ außer Frage steht, gibt es sowohl Kritik an den jeweiligen
der Philosophie: Wo liegen Möglichkeiten und Grenzen einer auf maximale Vernunft setzenden Weltdeutung?
Dass die „Gottesbeweise“ Gott nicht in einem strengen Sinn beweisen (können), ist in der Philosophie ebenso wie in der Theologie heute praktisch unbestritten (ebenso wie der
Foto des Buchs "Gottesbeweise. Von Anselm bis Gödel" von JOACHIM BROMAND und GUIDO KREIS.
Ein Lesetipp zum Thema
GOTTESBEWEISE:
BROMAND, JOACHIM / KREIS, GUIDO (Hg.) (2024): Gottesbeweise. Von Anselm bis Gödel. Berlin: Suhrkamp.
Die Auseinandersetzung mit den sogenannten „Gottesbeweisen“ führt einen – fern von religiösen Voraussetzungen oder Verpflichtungen – in das Herz
"Außerdem trifft man in der Welt sicherlich nicht mehr Menschen an, die zu metaphysischen, als solche, die zu geometrischen Studien geeignet sind."*
René Descartes (1596-1650)
(* Descartes, René (2009): Schreiben an die Sorbonne. In: R. Descartes: Meditationen. Hamburg: Felix Meiner, S. 6.)
Verkehrsrowdy!!!
28.02.2026 16:40 — 👍 5 🔁 0 💬 1 📌 0