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Martin Fritz

@mfritz.bsky.social

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und das wohl auch, weil es in einem Haus zu finden ist, das vor mehr als 45 Jahren besetzt wurde und bis heute über 60 Initiativen Raum und Solidarität bietet. It Takes a City to Raise a Child."

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und weil eine Aktivistin für diesen Tisch einen kostenfreien Schachtreff durchgesetzt hat, während ein anderer Aktivist einen Schachverein für Kinder gegründet hat, der gratis einen Ort in der Nähe nutzen konnte, weil sich ein Bezirksmuseum als Treffpunkt verstand;

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Das ist alles „zufällig“ passiert, weil jemand einen nutzbaren öffentlichen Raum geplant hat, und weil zwei Künstlerinnen diesen Raum gut genutzt haben, unter anderem mit so etwas selbstverständlichem wie einem Tisch;

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In wenigen Jahren wird er – wieder im Amerlinghaus – an den Treffen einer Jugendgruppe teilnehmen.

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2022: Ich stolpere zufällig über den Schachtreff und erzähle meinem Sohn davon. Er geht hin und wird am Tisch vom Obmann eines Kinder- und Jugendschachvereins angesprochen und zum Training in das nahe gelegene Bezirksmuseum im Amerlinghaus eingeladen.

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2020: Kineke Mulder, eine niederländisch-österreichische Schachenthusiastin gründet einen offenen Schachtreff, der seither an jedem Freitagabend in der warmen Jahreszeit an diesem Tisch stattfindet.

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2017: Die belgische Künstlerin Françoise Schein gewinnt einen Wettbewerb, den der 7. Bezirk gemeinsam mit KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien ausgeschrieben hat. Zentrales Element des Entwurfs „Wiener Bankett der Menschenrechte und ihre HüterInnen“ ist ein 10 Meter langer Tisch mit zwei Bänken.

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2014: Eine bezirkspolitische Initiative gibt dem Platz den Namen „Platz der Menschenrechte“.

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Zuerst abgebaut und eingelagert, wird der Granitblock letztendlich im Dezember 2003 auf einem unbenannten Platz neben dem Museumsquartier aufgestellt.

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2003: Ulrike Truger schafft - ohne dafür einen Auftrag zu haben - einen Gedenkstein für den im Zuge seiner Abschiebung getöteten Markus Omofuma. Nachdem sie in Verhandlungen mit der Stadt keinen geeigneten Standort finden konnte, lädt sie die Arbeit kurzerhand vor der Staatsoper ab.

29.11.2025 16:32 — 👍 2    🔁 0    💬 1    📌 0

1987: Einer meiner ersten Jobs für eine freie Theatergruppe beginnt mit Besprechungen in den Projekträumen des Amerlinghauses. Die Autorin des Stücks an dem wir arbeiten, Christa Stippinger, wird später die segensreiche Edition des Vereins Exil leiten, der bis heute dort seinen Vereinssitz hat.

29.11.2025 16:32 — 👍 3    🔁 0    💬 1    📌 0

1976: Eine Gruppe von Aktivist:innen besetzt das damals vor dem Abriss stehende Amerlinghaus am Spittelberg im 7. Bezirk. Neben anderen Nutzer:innengruppen übernimmt das 1966 von Freiwilligen gegründete Bezirksmuseum Neubau drei Räume im ersten Stock.

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„Ich will anhand eines privaten Beispiels erzählen, wie sich das Potenzial des Ineinandergreifens von Planung, Kunst im öffentlichen Raum, Aktivismus, kommunaler Verwaltung und selbstbeauftragter Zivilgesellschaft im Stadtleben über Generationen hinweg auswirken kann. Es ist nämlich so gewesen:

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Da der Betrieb des Kulturzentrums Spittelberg im Amerlinghaus in Wien aktuell durch Förderkürzungen bedroht ist, möchte ich diese unveröffentlichte private Notiz aus dem Jahr 2022 doch noch „loswerden":

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Das ist alles „zufällig“ passiert, weil jemand einen nutzbaren öffentlichen Raum geplant hat, und weil zwei Künstlerinnen diesen Raum gut genutzt haben, unter anderem mit so etwas selbstverständlichem wie einem Tisch;

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In wenigen Jahren wird er – wieder im Amerlinghaus - an den Treffen einer Jugendgruppe teilnehmen.

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2022: Ich stolpere zufällig über den Schachtreff und erzähle meinem Sohn davon. Er geht hin und wird am Tisch vom Obmann eines Kinder- und Jugendschachvereins angesprochen und zum Training in das nahe gelegene Bezirksmuseum im Amerlinghaus eingeladen.

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2020: Kineke Mulder, eine niederländisch-österreichische Schachenthusiastin, gründet einen offenen Schachtreff, der seither an jedem Freitagabend in der warmen Jahreszeit an diesem Tisch stattfindet.

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2017: Die belgische Künstlerin Françoise Schein gewinnt einen Wettbewerb, den der 7. Bezirk gemeinsam mit KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien ausgeschrieben hat. Zentrales Element des Entwurfs „Wiener Bankett der Menschenrechte und ihre HüterInnen“ ist ein 10 Meter langer Tisch mit zwei Bänken.

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2014: Eine bezirkspolitische Initiative gibt dem Platz den Namen „Platz der Menschenrechte“.

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2003 Zuerst abgebaut und eingelagert, wird der Granitblock letztendlich im Dezember 2003 auf einem unbenannten Platz neben dem Museumsquartier aufgestellt.

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2003: Ulrike Truger schafft - ohne dafür einen Auftrag zu haben - einen Gedenkstein für den im Zuge seiner Abschiebung getöteten Markus Omofuma. Nachdem sie in Verhandlungen mit der Stadt keinen geeigneten Standort finden konnte, lädt sie die Arbeit kurzerhand vor der Staatsoper ab.

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1987: Einer meiner ersten Jobs für eine freie Theatergruppe beginnt mit Besprechungen in den Projekträumen des Amerlinghauses. Die Autorin des Stücks an dem wir arbeiten, Christa Stippinger, wird später die segensreiche Edition des Vereins Exil leiten, bis heute dort seinen Vereinssitz hat.

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1976: Eine Gruppe von Aktivist:innen besetzt das damals vor dem Abriss stehende Amerlinghaus am Spittelberg im 7. Bezirk. Neben anderen Nutzer:innengruppen übernimmt das 1966 von Freiwilligen gegründete Bezirksmuseum Neubau drei Räume im ersten Stock.

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„Ich will anhand eines privaten Beispiels erzählen, wie sich das Potenzial des Ineinandergreifens von Planung, Kunst im öffentlichen Raum, Aktivismus, kommunaler Verwaltung und selbstbeauftragter Zivilgesellschaft im Stadtleben über Generationen hinweg auswirken kann. Es ist nämlich so gewesen:

29.11.2025 16:22 — 👍 0    🔁 0    💬 1    📌 0

[...] measures aimed at enhancing diversity of the media, including through public service broadcasting. (Artikel 7 "Rights Of Parties At The National Level")

21.11.2025 18:44 — 👍 1    🔁 0    💬 0    📌 0

"Within the framework of its cultural policies [...] each Party may adopt measures aimed at protecting and promoting the diversity of cultural expressions within its territory. Such measures may include the following:

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"[...] freedom of thought, expression and information, as well as diversity of the media, enable cultural expressions to flourish within societies" (Präambel)

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Danke fürs Dabeisein! Hier nochmal die zwei Zitate aus der "Konvention zum Schutz und zur Förderung der Vielfalt kultureller Ausdrucksformen" von 2005:

21.11.2025 18:44 — 👍 1    🔁 0    💬 1    📌 0

Mir scheint die Rechten haben genau verstanden, worum es der "Wokeness" geht, und sie bekämpfen deren Ansätze nicht aus "Notwehr" gegen "Auswüchse", sondern weil sie dagegen sind.

12.11.2025 16:34 — 👍 0    🔁 0    💬 0    📌 0

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