Pascal Begrich

Pascal Begrich

@pbegrich.bsky.social

Historiker mit Blick auf die Gegenwart. Geschäftsführer von Miteinander - Netzwerk für Demokratie und Weltoffenheit in Sachsen-Anhalt e.V. https://www.miteinander-ev.de https://gedenkjahr-magdeburg.de

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20 hours ago
Foto eines jungen Mannes im Anzug, im Mund eine Zigarette. Dazu der Text:

Alles geht vorbei. Leiden, Qual, Blut, Hunger und Pest. Das Schwert wird verschwinden, aber die Sterne werden bleiben, wenn die Schatten unserer Körper und Taten nicht auf der Erde bleiben.

Michail Bulgakow

„Ja der Mensch ist sterblich, aber das wäre nicht so schlimm. Schlimm ist, daß er bisweilen sehr plötzlich stirbt ... Nie kann er sagen, was er noch am selben Abend tun wird.“ (Der Meister und Margarita)

Am 10. März 1940 starb Michail Bulgakow.

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1 day ago
Blaue Kachel mit dem Text:

Bei der Landtagswahl in Baden-Württemberg erhielt die AfD 18,8 Prozent der Stimmen. Der Westen holt auf

Die Einzelergebnisse der AfD und ihr Erfolg in der Fläche spiegeln die Zahlen und Wähler:innenmilieus in Ostdeutschland bei den Wahlen 2020/2021. Vielerorts wurde die rechtsextreme Partei auch in Baden-Württemberg zweitstärkste Kraft. Der gesellschaftliche Rechtsruck kommt zeitlich verzögert auch in Westdeutschland an. Gesellschaft und Politik sind gut beraten, die akutellen Entwicklungen und die kommenden Wahlen in Ostdeutschland ernst zu nehmen.

Darunter das Foto eines Mannes mit Brille und blauer Jacke. Daneben der Text: David Begrich. Arbeitsstelle Rechtsextremismus | Miteinander e. V.

Baden-Württemberg nach der Landtagswahl: Der Westen holt auf.

Unser Rechtsextremismus-Experte David Begrich zum jüngsten Wahlergebnis der AfD.

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2 days ago

Die Einzelergebnisse der AfD, ihr Erfolg in der Fläche in BaWü spiegeln die Zahlen der Ostwahlen vor 4-5 Jahren. Vielerorts zweitstärkste Kraft. These: Der Rechtsruck kommt zeitlich verzögert im Westen an.

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3 days ago
Grafik mit dem Text: "Antifaschistinnen im Widerstand. Im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Hermann Danz, Friedrich Rödel, Johann Schellheimer und Martin Schwantes wegen “Hochverrats” wurden im Oktober 1944 auch viele der Frauen aus dem Magdeburger Widerstand verhaftet. Die Bombenangriffe verzögerten jedoch den Prozessbeginn, so dass sie mit dem Eintreffen der US-amerikanischen Streitkräfte am 13. April 1945 freigelassen wurden. Im öffentlichen Gedächtnis blieben die zum Tode verurteilten Männer, nicht aber die Frauen."

3/3 Frauen im Magdeburger Widerstand: Trotz ihrer Leistungen, trotz Verfolgung und Inhaftierung - im öffentlichen Gedächtnis blieben (fast) nur die Männer - wie die zum Tode verurteilten Antifaschisten Hermann Danz, Friedrich Rödel, Johann Schellheimer und Martin Schwantes.

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3 days ago
Grafik mit dem Text: "Antifaschistinnen im Magdeburger Widerstand. Antifaschistinnen im Magdeburger Widerstand waren Kurierinnen, organisierten Schreibarbeiten, beschafften Materialien und Werkzeuge zur Vervielfältigung von Schriften, verfassten Flugblätter und Berichte. Sie engagierten sich in der Roten Hilfe, sammelten Spenden und verteilten Hilfsgüter an Familien von Untergetauchten und Inhaftierten. Sie beschafften Nahrungsmittel und Kleidung für Zwangsarbeiter:innen."

2/3 Antifaschistinnen: Sie engagierten sich auf vielfältige Weise im Magdeburger Widerstand.

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3 days ago
Grafik mit dem Text: "Antifaschistinnen im Magdeburger Widerstand. Marianne Bruse, Erna Eckruth, Erni und Inge Elze, Edeltraut Gropp, Gertrud Liebe, Eva Lippold, Elli Materlik, Frida Oelschig, Martha Rödel, Martha Ruseck, Lucie Schmidt, Klara Schellheimer, Berta Schrader, Ida Schramme, Annel Schubert, Grete Werner, Margarete Werner, Friedel Westermann ... Sie allen waren Teil der antifaschistischen Widerstandsgruppe unter Leitung von Hermann Danz und Johann Schellheimer in Magdeburg."

Der antifaschistische Widerstand war auch weiblich.

Das Gedenkjahr Magdeburg erinnert am Frauentag an Frauen im Magdeburger Widerstand.

#WeRemember #Magdeburg #gedenkjahrmagdeburg #Frauentag

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4 days ago
Foto eines jungen Mannes, den Kopf in die rechte Hand gelegt. Dazu der Text:

Keine Schneeflocke in der Lawine wird sich je verantwortlich fühlen. Stanislaw Jerzy Lec

Am 6. März 1909 wurde Stanislaw Jerzy Lec – Lyriker, Aphoristiker, Partisan – geboren.

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5 days ago
»In den Schulbüchern finden wir aktuell kaum Hinweise dazu, wie 1980 bereits mindestens 17 Menschen durch Rechtsradikale ermordet wurden.« Foto: Die Installation „Dokumentation Oktoberfest-Attentat“, eröffnet 2020, am Eingang zur Theresienwiese in München informiert über den Bombenanschlag des Rechtsextremisten Gundolf Köhler am 26. September 1980, bei dem 12 Personen getötet und 221 verletzt wurden. Copyright: Martinus KE, CC BY-SA 4.0 »Genau wie in der Geschichtswissen-schaft sind der rechtsextreme Terrorismus und die Gewalt bisher im Schulunterricht kaum thematisiert worden. Mit dem Online-Portal soll das Thema stärker Eingang in die Bildungsarbeit  finden.« »Wir müssen solche Texte lesen. Wir müssen aber auch Hilfestellung geben, um zu dekonstruieren, welche Scheinargumente in den rechtsextremen Schriften gemacht werden.«

ZZF-Direktor Frank Bösch im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk über den Start eines neuen Portals zur Geschichte der radikalen Rechten nach 1945.

Gemeinsam mit dem Moses Mendelssohn Zentrum Potsdam (MMZ) hat das #ZZF diese Woche ein neues Online-Portal zur Geschichte des #Rechtsradikalismus nach 1945 vorgestellt. Im Interview mit @cordsenknut.bsky.social erklärt Frank Bösch die Bedeutung der Veröffentlichung dieser Quellen samt Einordnung.

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5 days ago

Die extreme Rechte ist mit ihrer Vision einer autoritären Gesellschaft in jeden Diskursraum vorgedrungen.

Das ist es, was (nicht nur) der Kulturpolitik des Bundes Sorge bereiten sollte. Stattdessen begegnet sie ihren Adressaten in der Zivilgesellschaft mit Misstrauen und Überregulierung.

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5 days ago
Foto einer jungen Frau im Kleid und mit Hut. Dazu der Text:

Anna Achmatowa
AM MEER

Hier wird mich alles überleben,
Sogar die altersschwachen Starkästen
Und diese Luft, die Luft des Frühlings
Nach einem langen Meeresflug.
 
Die Ewigkeit ruft mit einer Stimme
Voll überirdischem Verlangen,
Und über dem erblühten Kirschbaum
Verströmt der leichte Mond sein Licht.
 
Und er ist nun nicht mehr beschwerlich,
Der im smaragdnen Dickicht weiße Weg
ich sage nicht, wohin …
 
Es ist noch heller dort zwischen den Stämmen,
Und alles gleicht der Allee
Am Teich von Zarskoje Selo.

Heute vor 60 Jahren, am 5. März 1966, starb Anna Achmatowa.

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6 days ago
Zweigeteilte Kachel: Oben das Foto aufgeschlagener Akten mit maschinell gefertigten Schreiben. Unter der Text:

Auf dem Weg zur Segregation | 4. März 1935 

Die Stadtverwaltung beschließt die Errichtung eines Sammellagers für Sinti* und Roma* zwischen der Ebendorfer Chaussee und dem Holzweg. Das Lager soll umzäunt und polizeilich überwacht werden.

Ab Mai werden alle bisherigen Wagenplätze auf den unbefestigten Platz am Rand der Stadt verlegt. Damit sollen Sinti* und Roma* aus dem Stadtbild verdrängt, polizeilich erfasst und von einer selbstständigen Erwerbstätigkeit ausgeschlossen werden. Magdeburg gehört zu den ersten Städten im Deutschen Reich, die ein umzäuntes Lager für Sinti* und Roma* einrichten.

Gedenkjahr Magdeburg

Segregation und Exklusion: Am 4. März 1935 beschließt die Stadtverwaltung #Magdeburg die Einrichtung eines Zwangslagers für Sinti* und Roma*.

#WeRemember #OnThisDay

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1 week ago
Foto einer jungen Frau. Dazu der Text:

Verwandlungen 

Ich will die Nacht um mich ziehn als ein warmes Tuch
Mit ihrem weißen Stern, mit ihrem grauen Fluch,
Mit ihrem wehenden Zipfel, der die Tagkrähen scheucht,
Mit ihren Nebelfransen, von einsamen Teichen feucht.

Gertrud Kolmar

Wahrscheinlich am 3. März 1943 wurde Gertrud Kolmar in Auschwitz ermordet. Sie war am 2. März mit dem „32. Osttransport“ von Berlin aus in das Vernichtungslager deportiert worden.

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1 week ago
Graue Kachel mit dem Text:

Repressalien gegen den Arbeiter Otto Lorenz. 3. März 1936: Wegen seiner Tätigkeit im antifaschistischen Widerstand wird der 1909 geborene Dreher Otto Lorenz in “Schutzhaft” genommen. Er habe sich für die “illegale K.P.D. betätigt” und “die öffentliche Sicherheit und Ordnung” gestört.

Gedenkjahr Magdeburg

Heute vor 90 Jahren, am 3. März 1936, wird der Magdeburger Dreher Otto Lorenz in "Schutzhaft" genommen.

#WeRemember #OnThisDay

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1 week ago
Kachel mit dem Text:

Margita Reiznerová. Ich will sprechen

Ich will sprechen,
Es ist niemand da, mit dem ich sprechen könnte,
Ich will sehen,
es ist niemand hier, den ich ansehen könnte.
Wird jemand kommen, 
den Weg zu öffnen?
Wird es Menschen geben,
die sich lieben?
Wird es ein Land geben,
wo man leben kann?

Heute gedachten wir in Magdeburg der ermordeten Sinti* und Roma*. Und wir erinnerten an ihre anhaltende Diskriminierung und Bedrohung. Vielen Dank an alle, die dabei waren.

#WeRemember

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1 week ago

Der Ort, an dem die größte »Vergeltungsaktion« gegen ZivilistInnen im Zweiten Weltkrieg im Zuge des »Bandenkampfes« ausgeführt wurde, sollte in Deutschland allgemein bekannt sein. Er ist es bis heute kaum.
#Korjukiwja #OTD #onthisday

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1 week ago

Heute erinnern wir zusammen mit Landeszentrale f polit. Bildung LSA, Stadtbibliothek u Literaturhaus mit zwei Gedenkveranstaltungen an d deportierten u ermordeten Sinti* u Roma*:

um 16 Uhr an der Gedenkstele am Florapark u um 18 Uhr im Literaturhaus Magdeburg.

www.miteinander-ev.de/2026/02/21/w...

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1 week ago
Zweigeteilte Kachel. Oben Blumen auf einem Gedenkstein. Zu sehen Teile der Inschrift, unter anderem das Wort "Auschwitz". Unten der Text:

Deportation der Sinti* und Roma* | 1./2. März 1943. Gestapo und Polizei lösen das Zwangslager für Sinti* und Roma* am Holzweg gewaltsam auf. Alle hier internierten werden verhaftet und zum Polizeipräsidium gebracht. Tags darauf werden sie zusammen mit weiteren Sinti* und Roma* aus der Region mit dem Zug nach Auschwitz deportiert. Von den 470 Deportierten werden 340 ermordet.

Gedenkjahr Magdeburg

Heute vor 83 Jahren, am 1. März 1943, wird das Zwangslager für Sinti* und Roma* in #Magdeburg aufgelöst. Ihre Bewohnerinnen und Bewohner werden am nächsten Tag nach Auschwitz deportiert.

#WeRemember #OnThisDay

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1 week ago
Fotografie von Ossietzky als 26-Jähriger im Jahr 1915. Er trägt das Haar gescheitelt, einen Anzug und Krawatte. Er blickt ernst in die Kamera. Nachweis von wiki commons folgt.

Am 28. Februar 1933 wurde Carl von Ossietzky von der Gestapo verhaftet, gefoltert und im Gefängnis Spandau interniert.

"Was er an bösen und häßlichen Instinkten hervorgerufen hat, wird nicht so leicht verwehen und für lange Jahre noch das gesamte öffentliche Leben in Deutschland verpesten. [...]" 🧵

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1 week ago
Bild einer großen Zeder vor einem kleinen weißen Haus. Dazu der Text:

Yvan Goll
ICH WILL NICHTS WEITER SEIN

Ich will nichts weiter sein
Als die Zeder vor deinem Haus
Als ein Ast dieser Zeder
Als ein Zweig dieses Astes
Als ein Blatt dieses Zweiges
Als ein Schatten dieses Blattes
Als ein Wehen dieses Schattens
Der eine Sekunde
Die Schläfe dir kühlt

Der deutsch-französische Pazifist und Schriftsteller Yvan Goll, als Jude von den Nazis 1939 - 1947 ins amerikanische Exil vertrieben, starb am 27. Februar 1950 in Saint-Dié.

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1 week ago
Graue Kachel mit dem Text:

Die Zerschlagung des kommunistischen Widerstands (III). 27.-29. Februar 1936. Die Staatspolizeistelle Magdeburg nimmt 24 Funktionäre der illegalisierten KPD fest. Unter den Inhaftierten befinden sich Jakob Westermann (Stadtteilleiter in Sudenburg und zeitweise Politischer Leiter der Partei für den Bezirk Magdeburg-Anhalt), Louis Koch (Altstadt), Emanuel Larisch (Buckau), Gustav Hamel (Leiter der Roten Hilfe in Buckau), Wilhelm Kutz (Techniker der Bezirksleitung) sowie Friedrich Wagner und Otto Werner Kessler (Kassierer der Bezirksleitung). Verhaftet werden auch Funktionäre aus dem Kommunistischen Jugendverband und der Kampfgemeinschaft für Rote Sporteinheit. Mit den Festnahmen 1935/36 gelang es der Gestapo, den organisierten Widerstand der KPD im Bezirk Magdeburg-Anhalt für Jahre zu zerschlagen.

Gedenkjahr Magdeburg

Vor 90 Jahren, an den letzten Februartagen 1936, beendet die Gestapo ihr seit Herbst 1935 anhaltende Verhaftungswelle gegen Mitglieder der KPD. Der kommunistische Widerstand im Bezirk Magdeburg-Anhalt ist damit für Jahre zerschlagen.

#WeRemember #Magdeburg #Widerstand

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1 week ago
Foto eines Mannes in grauem Pullover mit über der Brust verschränkten Armen. Dazu der Text:

Das Verwaltungsgericht Köln hat in einer Eilentscheidung dem Bundesamt für Verfassungsschutz vorerst untersagt, die AfD als “gesichert rechtsextremistisch” zu führen. Unser Geschäftsführer Pascal Begrich dazu:

Eine Partei mit einer rechtsextremen Programmatik, einer rechtsextremen Politik und einem rechtsextremen Personal ist eine rechtsextreme Partei. Die AfD ist und bleibt eine Gefahr für die Demokratie.

Die AfD ist eine rechtsextreme Partei. Das weiß, wer lesen und/oder hören kann.

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2 weeks ago
Zeichnung eines alten Mannes mit Brille im Anzug. Dazu der Text:

Oskar Loerke
SCHLAFLOS

Ich zog in die Beuge den rechten Arm,
Ich lag verschlossnen Auges, und ich sehe
Ins Angesicht der Welt voll Harm.
Nicht rauschen will das Meer, der Schlummer.
Ich liege auf dem Herzen, und ich sehe
Ins Angesicht der Welt voll Kummer.
Vertrocknet ist das Meer, ach gotterbarm!

Am 24. Februar 1941 starb Oskar Loerke.

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2 weeks ago
Zweigteilte Grafik. Oben vor hellem Hintergrund der Text: "Die Arisierung des Kaufhauses Barasch (III)". Unten vor dunklem HIntergrund der Text:

Julius Fischel, Isidor Gans und August Oehm – leitende jüdische Angestellte des Kaufhauses Barasch – werden wegen “Rassenschande” zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ihnen werden Beziehungen zu nicht-jüdischen Angestellten zur Last gelegt. Bereits im Dezember 1935 wurden sie deshalb auf polizeilichen Druck hin entlassen. Vor dem Hintergrund einer öffentlichen Kampagne gegen die jüdische Belegschaft des Kaufhauses reichen in den folgenden Wochen zahlreiche Mitarbeiter ihre Kündigung ein.

Gedenkjahr Magdeburg

Die „Arisierung“ des Kaufhauses Barasch in Magdeburg (III): Heute vor 90 Jahren, am 24. Februar 1936, werden jüdische Angestellte des Unternehmens zu Haftstrafen verurteilt. Die Repressalien haben Auswirkungen auf die weitere Belegschaft.

#WeRemember #OnThisDay

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2 weeks ago
Preview
Extreme Klauseln

"Warum die neuen Extremismusklauseln Demokratieprojekte gefährden und der AfD in die Hände spielen".

Wichtiger Beitrag von @maxpichl.bsky.social
verfassungsblog.de/extreme-klau...

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2 weeks ago
Foto einer Meeresfläche, darüber ein bewölkter Himmel, aus dem Sonnenstrahlen herausbrechen. Dazu der Text:

Hilde Domin
NOTRUFER

In mir ist immer
Abschied:
Wie ein Ertrinkender 
dessen Kleider
vom Meerwasser schwer sind
seine letzte Liebe
einer kleinen Wolke schenkt.

In mir ist immer
Glaube,
als sei das goldene Seil
wer es auch auswirft
dem Notrufer 
heilig
geschuldet.

Heute vor 20 Jahren, am 22. Februar 2006, starb Hilde Domin.

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2 weeks ago
For eines Mannes in einem zylinderförmigen Kostüm vor einem Notenständer. Dazu der Text:

Hugo Ball
SKIZZE

Am schwarzverhängten Himmelstor
Steht breit der helle Mond
Und sorgt für Gottes-Ruh.
Wolken ungeheuer, tauchen auf.
Perlmutterschuppig. Sie glotzen
Den Wächter dumm an und schleichen
Sich heimtückisch an ihm vorbei.

Erdunten, wo die Menschen schlafen
In dunklen Hütten, jagt Frau Nacht
Mit Silberlanzen auf Schattenwild.

Heute vor 140 Jahren, am 22. Februar 1886, wurde Hugo Ball – Lyriker, Lautmaler, Kabarettist und Mitbegründer der Dada-Bewegung – geboren.

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2 weeks ago
Dreigeteiltes Foto. IN der Bitte ein quaderförmiger Sockel aus Stein, darauf gesetzt eine kurze stumpfe Säule. Auf dem Quader dargestellt ein Schwert, umgeben von einem Ehrenkranz. Dazu die Zahlen 1914 und 1918. Oben ein Fotoausschnitt des Denkmals. Zu sehen die Inschrift "Sei getreu bis in den Tod". Unter ein Ausschnitt. Zu sehen die Inschrift "Der Tod ist verschlungen in den Sieg".

Historiker auf Reisen: Denkmal für die Gefallenen des Ersten Weltkriegs an der Auferstehungskirche in Bebra.

#Heldenverehrung #Todeskult

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2 weeks ago
Homepage der Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium Homepage der Dr.-Carl-Hermann-Gymnasium

Die Ausstellung ist (oder war?) hier zu sehen.

www.gym-hermann.bildung-lsa.de

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2 weeks ago
Zweigeteilte Kachel. Oben das Foto eines langestreckten vierstöckigen Ziegelsteinbaus mit einem Kreuz auf dem Dach. Unten der Text:

19. Februar - 30. Mai 1941. Mit insgesamt fünf Transporten werden 77 Männer und Frauen aus den Pfeifferschen Anstalten in die Heilanstalten Altscherbitz, Haldensleben und Uchtspringe sowie in das Landespflegeheim Schönebeck verlegt. Die Verlegung erfolgt auf Weisung des Oberpräsidenten der Provinz Sachsen. Für viele Betroffene wird ihr Lebensweg durch Mord in einer „Euthanasie“-Anstalt enden.

Gedenkjahr Magdeburg

Vor 85 Jahren beginnt die Deportation von Patientinnen und Patienten aus den Pfeifferschen Stiftungen in #Magdeburg.

#WeRemember #Euthanasie

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