The masses are stupid. Don't listen to them.
(Source: MEW 10, p. 628)
@h2oisliquid.bsky.social
marxistenschlampe in der reservearmee der arbeitslosen
The masses are stupid. Don't listen to them.
(Source: MEW 10, p. 628)
Im Hinblick auf »Staat und Revolution« ist es eben entscheidend, zwischen einer agitatorischen Lektüre – als Flugschrift zur revolutionären Mobilisierung – und einer systematisch-theoretischen Lektüre – als Staatstheorie – zu unterscheiden.
08.01.2026 14:04 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0sein Pamphlet beim Wort nimmt – es mag falsch sein, aber es ist keineswegs das, was MLs daraus machen.)
08.01.2026 14:04 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0manchen MLs bis heute Anklang finden; etwa der Idee, der Staat sei derzeit nur deshalb »schlecht«, weil er von der »bösen Bourgeoisie« gelenkt werde, und dass man daher lediglich einen »proletarischen Staat« brauche. (Das allerdings ist jedoch auch sicher nicht das, was Lenin sagt. Selbst wenn man
08.01.2026 14:04 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0die Grundrechte auf Freiheit und Gleichheit formell garantiert, während es zugleich das Privateigentum und die Bedingungen des Kapitalismus schützt.
Diese instrumentalistische Ableitung des Staates ist jedoch nicht nur theoretisch falsch, sie liegt auch späteren Vorstellungen zugrunde, die unter
Gesamtkapitalist aufrecht und verwaltet die Gesellschaft im Interesse der kapitalistischen Gesellschaftsordnung – gegen die unmittelbaren Interessen der Kapitalisten. Der bürgerliche Staat ist gerade die Erscheinungsform des abstrakten freien Willens seiner Subjekte: nämlich als Rechtssubjekt, das
08.01.2026 14:04 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0»relative Autonomie«. Dazu gehört auch der Wohlfahrtsstaat, der soziale Sicherungssysteme bereitstellt – nicht als Abkehr vom Kapitalismus, sondern als Mittel zur Reproduktion der Arbeitskraft und zur Stabilisierung des Systems. Auch der Sozialstaat erhält somit die Rolle des Staates als ideeller
08.01.2026 14:04 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0Ganzes durchzusetzen, selbst gegen der Einzelinteressen bestimmter Kapitalisten oder Kapitalfraktionen.
Die Verpflichtung des Staates, dieses Allgemeininteresse aufrechtzuerhalten, setzt zwar klare Grenzen für sein Handeln, doch innerhalb dieser Grenzen bleibt er frei – er besitzt
direkten Gegensatz zur marxistischen Analyse des Staates als »ideellen Gesamtkapitalist«: ein Subjekt, das seinem Wesen nach darauf ausgerichtet ist, die Bedingungen des Kapitalismus – das kapitalistische Allgemeininteresse – zu schaffen und somit die abstrakten Interessen der Kapitalistenklasse als
08.01.2026 14:03 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0bei Marx und Engels nicht ohnehin vertraut ist, landet unweigerlich bei einer vulgärmarxistischen, gänzlich instrumentalistischen Auffassung. Die Vorstellung, der Staat sei bloß ein »Werkzeug der Kapitalisten« und als Subjekt streng deterministisch von der ökonomischen Basis bestimmt, steht im
08.01.2026 14:03 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0Man sollte wirklich aufhören, Lenins »Staat und Revolution« als Staatstheorie/staatstheoretische Einführung zu empfehlen. Dieses Buch ist schließlich nichts weiter als Pamphlet, in welchem Lenin die marxistische Staatstheorie zu Agitationszwecken (zu)stark vereinfacht – und wer mit dem Staatsbegriff
08.01.2026 14:03 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0Zum Problem mit »Staat und Revolution«
Ein Thread 🧵
Falls jemand lachen will: da wird die Kritik des GSP am Feminismus und an Israel einfach benannt und dann, ohne irgendeine Klärung – stattdessen wird sich über, aus dem Kontext gerissene, Zitate empört –, dem Sexismus und Antisemitismus zugeschrieben.
asta-fuer-alle.de/antisemitism...
Religion 👎
(MEW, Vol 3, pp. 175–176)
»A [socialist] revolution is not a change of power, but an action in which the existing power is cleared away.«
~ Konrad Hecker
(Traditionell und kritische Theorie, S. 25 & S. 32)
07.01.2026 09:00 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0unterschiedliche Funktionen) und 2. ökonomisch durch die verschiedenen Einkommensquellen – dazu sehr lesenswert: de.gegenstandpunkt.com/artikel/wer-...
06.01.2026 19:01 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0akkumuliertes Kapital, befähigt wird, sich von der Lohnarbeit loszusagen, zustande. Und die Unterschiede in der Einkommensfrage kommen durch 1. die bereits in der Schule beginnende Trennung der Konkurrenzsubjekte für eben jede Lohnhierarchie (Qualifikationen als Sortierung für
06.01.2026 19:01 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0Herangehensweise, noch der daraus resultierende Zirkelschluss haltbar.
Hier noch kurz ein Abriss einer m.E. treffenderen Untersuchung:
Die große Klassenteilung in Besitzende und Lohnarbeitende kommt durch eine Akkumulation von Kapital, wodurch man, eben durch das Verfügen über
die hiesige Gesellschaft als schon fast Gott gegebenen menschlichen Normalzustand voraus, dessen Ausprägungen und produzierte Resultate es dann in eben jener Natur des Menschen zu suchen gilt; das System selbst sei ja lediglich eine Manifestation dessen. Wissenschaftlich ist jedoch weder diese
06.01.2026 19:00 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0entweder die armen Leute befinden sich in dieser Lage, weil es ihre natürliche Lage/Rolle ist – es läge an angeborenen Defekten oder eigenem (prädestinierten) Versagen – oder es liegt daran, dass diese Menschen einfach kein Glück haben (das ideologische: pech gehabt). Beide Erklärungsansätze setzen
06.01.2026 19:00 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0Faszinierend, wie es bei Apologeten dieses Systems, wenn es nun an die Frage geht, wie denn 1. die an der Linie des Besitzes stattfindende Klassenteilung und 2. die, erstere Klassen durchziehende, Lohnhierarchie zustande kommt, immer auf eine der beiden populären Erklärungswege hinausläuft:
06.01.2026 19:00 — 👍 0 🔁 0 💬 1 📌 0Wie Armut nicht erklärt, sondern vorausgesetzt wird
Ein Thread 🧵
Auch eine Möglichkeit, mit einer einem unliebsamen Kritik umzugehen: man stimmt der Kritik am _sozialistischen Wertgesetz_ vorläufig zu (?), streicht sie dann aber unter Berufung auf die materiellen Bedingungen, gestützt von einem Stalin-Zitat, einfach durch.
06.01.2026 14:00 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0»Philosophers have only interpreted the world in various ways; the point is to change it.«
But change requires rigorous analysis, not just action for its own sake.
Wieso müssen Marxisten alles immer erst ewig historisch betrachten, statt dass sie das in *dieser Gesellschaft* wahrgenommene Übel einfach gleich in ihr erklären..? – einfach mal schauen, wieso das denn gerade im hier und jetzt so ist.
05.01.2026 14:01 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0Adorno on the decay of the workers’ movement:
05.01.2026 09:00 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0Integration as a political demand is really just the call for assimilation of the »others« into the prevailing culture, defined as »good manners of this – our – society«.
As in: »We are not against foreigners at all! No, we are merely against the foreign aspects of them.«
Da es aktuell wieder Thema ist, ein ganz interessanter Text:
theoriepraxislokal.org/imp/mg_staat...
Der Gedanke, Arbeitslosigkeit sei für Rezessionen verantwortlich und stehe dem Wirtschaftswachstum im Weg, ist also sowohl theoretisch als auch empirisch Unsinn; wie sich daran zeigt, dass Arbeitslosigkeit selbst in Zeiten guter Konjunktur nichts Besonderes ist.
04.01.2026 09:01 — 👍 0 🔁 0 💬 0 📌 0