Hell of a bucker, he was. For real.
Habermas in nuce. Was für ein sprechender Brief.
Ja. Ein grandioser Nachruf auf Europa, in dem auch einer seiner Protagonisten, #Habermas, Erwähnung findet, dessen Denken auch und darum kreiste: Wie das Ideal Europa hätte Wirklichkeit werden können.
5/5
Könnten wir ermessen, wie radikal der Strukturwandel unserer Öffentlichkeit ist, wie abgrundtief sich unsere Praktiken des kommunikativen Handelns verändert haben, dann, ja dann könnten wir vielleicht begreifen, was wir alle seinem Werk schulden.
#Habermas
4/5
Die Theorie des kommunikativen Handelns: ein Leitfaden, den wir nie wirklich in die Hand nahmen. Herrschaftsfreier Diskurs: ein Ideal, das wir im Zeitalter algorithmischer Öffentlichkeiten täglich begraben.
3/5
Die Einbeziehung des Anderen: als Programmatik begriffen oder aber als Buchtitel, den man vielleicht irgendwann lesen wollte?
Wahrheit und Rechtfertigung: unterschieden oder verwechselt?
Ach, Europa.
2/5
Haben wir Erkenntnis und Interesse je wirklich unterschieden?
Haben wir kommunikatives Handeln je wirklich versucht?
Haben wir Faktizität und Geltung je wirklich auseinandergehalten?
1/5
Der Strukturwandel der Öffentlichkeit hat ihn nicht überdauert. Er hat ihn beschrieben -- und überlebt. Wir haben zugehört. Und dann weitergemacht wie zuvor.
Je veux dire: Verwandt, aber nicht gleich: Barthes’ Mythos naturalisiert, ohne zu löschen, braucht weder Partei noch Ministerium. Orwells Passage beschreibt organisierten Staatsterror gegen die Vergangenheit. Der gemeinsame Effekt (das „Wahr-Konstruierte“?) verdeckt den Unterschied im Mechanismus.
Im Ersteren, wenn auch diese „Geschenke“ nicht selten poisonous sind; man nennt es Marketing.
Hier ein Gift Link zum Artikel:
www.nytimes.com/2026/02/26/t...
Sowie meine initiale Einschätzung:
bsky.app/profile/ludi...
[…] weil die bereits organisierte Kultureignung der heute lebenden Menschen vielleicht für diese Leistung nicht zureichen würde.“
Sigmund Freud
„Zeitgemäßes über Krieg und Tod“
Reclam, 2012, Seite 20f.
[…] wenn es die Menschen unternehmen würden, der psychologischen Wahrheit nachzuleben. Es gibt also ungleich mehr Kulturheuchler als wirklich kulturelle Menschen, ja man kann den Standpunkt diskutieren, ob ein gewisses Maß von Kulturheuchelei nicht zur Aufrechthaltung der Kultur unerläßlich sei, […]
„Es ist unleugbar, daß unsere gegenwärtige Kultur die Ausbildung dieser Art von Heuchelei in außerordentlichem Umfange begünstigt. Man könnte die Behauptung wagen, sie sei auf solcher Heuchelei aufgebaut und müßte sich tiefgreifende Abänderungen gefallen lassen, […]
This evening. Looking forward.
Moodboard
Werde Montag dort vorbeischauen. Der „Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien“ ist unbestreitbar ein begnadeter Marketingspezialist.
"The past was erased, the erasure was forgotten, the lie became the truth".
DELULU
"For once such a strongman takes office, nobody can predict what will happen. In 1932, most of the predictions made about what would happen if Hindenburg named Hitler chancellor were wildly overoptimistic."
Richard Rorty, 1998
[...] noch nicht mehr als höchstens ein genialer Centrehalf oder großer Taktiker des Tennissports. Der neue Geist fühlte sich noch nicht ganz sicher."
Robert Musil, Der Mann ohne Eigenschaften (Kapitel 13)
"Es hatte damals schon die Zeit begonnen, wo man von Genies des Fußballrasens oder des Boxrings zu sprechen anhub, aber auf mindestens zehn geniale Entdecker, Tenöre oder Schriftsteller entfiel in den Zeitungsberichten [...]
Geschichte mag sich nicht wiederholen, aber reimen: Mommsen beschrieb die Zeit des Verfalls der Römischen Republik, in der politische Moral und Rechtstaatlichkeit zugunsten von Machtpolitik und persönlichem Vorteil schwanden; in der nur noch die nackte Macht über das Handeln entscheidet.
#trump & Co
Normalisierung als begriffliche Normierung?
#Faschis/mus/isierung
8/8
So when we talk about HateAid and these bans, the axis isn't "US vs Europe on free speech". It’s whether we accept governments punishing human‑rights defenders abroad for making the internet less hostile and violent, especially for women and minorities.
7/8
You don't have to love every German speech law to see the asymmetry: HateAid helps victims of rape threats, deepfakes, doxxing and antisemitic abuse; the US government wields state power to shield platforms and culture‑war actors from accountability in Europe.
6/8
Calling this a "trans‑Atlantic battle over internet regulation" makes the visa bans sound like a neutral policy dispute between equal partners. It hides that this is a unilateral punishment of two women in Berlin whose "crime" is helping others enforce the law.
5/8
What's new here is the tool: using immigration and sanctions law to intimidate EU regulators and civil‑society actors whose work is grounded in democratically adopted laws. That's much closer to an authoritarian repertoire than to ordinary trans‑Atlantic policy friction.
4/8
Yes, there's a long US–EU clash over speech: First Amendment maximalism vs Germany’s "wehrhafte Demokratie", bans on incitement, Holocaust denial etc. That disagreement is real. But it used to play out in courts, diplomacy and tech policy, not via sanctions on NGO leaders.